Paul Gerhardt Geselschaft e.V.
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Paul-Gerhardt-Gesellschaft

Aktuelle Termine der Paul-Gerhardt-Gesellschaft

Paul-Gerhardt-Tage 2019
24. – 26. Mai 2019 im Haus Lazarus, Bernauer Str. 117, Berlin-Wedding
Paul Gerhardt und die Reformierten – Die Reformierten und Paul Gerhardt

Das Programm der Paul-Gerhardt-Tage 2019 als PDF-Datei Das Programm Paul-Gerhardt-Tage 2019 Berlin.

"Anmeldung zur Jahrestagung 2019 als Word-Datei" Anmeldung zur Jahrestagung 2019

Die aktuelle Ausgabe unserer MITTEILUNGEN:

"Mitteilungen der Paul-Gerhardt-Gesellschaft:Dezember 2018" Mitteilungen der Paul Gerhadt Gesellschaft

 

"Über unsere Gesellschaft" 

 


Adventslied:

Warum willst du draußen stehen, / du Gesegneter des Herrn?
Lass dir bei mir einzugehen / wohlgefallen, du mein Stern.
Du mein Jesu, meine Freud, / Helfer in der rechten Zeit,
hilf, o Heiland, meinem Herzen / von den Wunden, die mich schmerzen.

2) Meine Wunden sind der Jammer, / welchen oftmals Tag und Nacht
des Gesetzes starker Hammer / mir mit seinem Schrecken macht.
O der schweren Donnerstimm, / die mir Gottes Zorn und Grimm
also tief ins Herze schläget, / dass sich all mein Blut beweget.

3) Dazu kommt des Teufels Lügen, / der mir alle Gnad absagt,
als müsst ich nun ewig liegen / in der Höllen, die ihn plagt;
ja auch, was noch ärger ist, / so zermartert und zerfrisst
mich mein eigenes Gewissen / mit vergift’ten Schlangenbissen.

4) Will ich denn mein Elend lindern / und erleichtern meine Not
bei der Welt und ihren Kindern, / fall ich vollends in den Kot:
Da ist Trost, der mich betrübt, / Freude, die mein Unglück liebt,
Helfer, die mir Herzleid machen, / gute Freunde, die mein lachen.

5) In der Welt ist alles nichtig, / nichts ist, das nicht kraftlos wär:
Hab ich Hoheit, die ist flüchtig! / Hab ich Reichtum, was ist’s mehr
als ein Stücklein armer Erd? / Hab ich Lust, was ist sie wert?
Was ist’s, das mich heut erfreuet, / das mich morgen nicht gereuet?

6) Aller Trost und alle Freude / ruht in dir, Herr Jesu Christ;
dein Erfreuen ist die Weide, / da man satt und fröhlich ist.
Leuchte mir, o Freudenlicht, / ehe mir mein Herze bricht;
lass mich, Herr, an dir erquicken; / Jesu, komm, lass dich erblicken!

7) Freu dich, Herz, du bist erhöret, / Jetzo zeucht er bei dir ein,
sein Gang ist zu dir gekehret, / heiß ihn nur willkommen sein
und bereite dich ihm zu, / gib dich ganz zu seiner Ruh,
öffne dein Gemüt und Seele, / klag ihm, was dich drück und quäle.

8) Siehst du, wie sich alles setzet, / was dir vor zuwider stund?
Hörst du, wie er dich ergetzet / mit dem zuckersüßen Mund?
Ei, wie lässt der große Drach / all sein Tun und Toben nach!
Er muss aus dem Vorteil ziehen / und in seinen Abgrund fliehen.

9) Nun, du hast ein süßes Leben; / alles, was du willst, ist dein.
Christus, der sich dir ergeben, / legt sein Reichtum bei dir ein.
Seine Gnad ist deine Kron / und du bist sein Stuhl und Thron.
Er hat dich in sich geschlossen, / nennt dich seinen Hausgenossen.

10) Seines Himmels güldne Decke / spannt er um dich rings herum,
dass dich fort und mehr erschrecke / deines Feindes Ungestüm.
Seine Engel stellen sich / dir zur Seiten, wenn du dich
hier willst oder dort hin wenden, / tragen sie dich auf den Händen.

11) Was du Böses hast begangen, / das ist alles abgeschafft.
Gottes Liebe nimmt gefangen / deiner Sünde Macht und Kraft.
Christi Sieg behält das Feld, / und was Böses in der Welt
sich will wider dich erregen, / wird zu lauter Glück und Segen.

12) Alles dient zu deinem Frommen, / was dir bös und schädlich scheint, weil dich Christus angenommen / und es treulich mit dir meint. Bleibst du dem nur wieder treu, / ist’s gewiss und bleibt dabei, dass du mit den Engeln droben / ihn dort ewig werdest loben.

Weihnachtslied:

Wir singen dir, Immanuel, / du Lebensfürst und Gnadenquell,
du Himmelsblum und Morgenstern, /dun Jungfraunsohn, herr aller herrn.
Halleluja!

2) Wir singen dir mit deinem Heer / aus aller Kraft Lob, Preis und Ehr,
dass du, o lang gewünschter Gast, / dich nunmehr eingestellet hast.
Halleluja!

3) Vom Anfang, da die Welt gemacht, / hat so manch Herz nach dir gewacht;
dich hat gehofft so lange Jahr / der Väter und Propheten Schar.
Halleluja!

4) Vor andern hat dein hoch begehrt / der Hirt und König deiner Herd;
der Mann, der dir so wohl gefiel, / wann er dir sang auf Saitenspiel.
Halleluja!

5) Ach dass der Herr aus Zion käm / und unsre Bande von uns nähm!
Ach dass die Hilfe bräch herein, / so würde Jakob fröhlich sein.
Halleluja!

6) Nun bist du hier, da liegest du, / hältst in dem Kripplein deine Ruh;
bist klein und machst doch alles groß, / bekleidst die Welt und bist doch bloß.
Halleluja!

7) Du kehrst in fremder Hausung ein, / und sind doch alle Himmel dein;
trinkst Milch aus deiner Mutter Brust / und bist doch selbst der Engel Lust.
Halleluja!

8) Du hast dem Meer sein Ziel gesteckt / und wirst mit Windeln zugedeckt;
bist Gott und liegst auf Heu und Stroh, / wirst Mensch und bist doch A und O.
Halleluja!

9) Du bist der Ursprung aller Freud / und duldest so viel Herzeleid;
bist aller Heiden Trost und Licht, / suchst selber Trost und findst ihn nicht.
Halleluja!

10) Du bist der süß’ste Menschenfreund, / doch sind dir so viel Menschen feind;
Herodis Heer hält dich für Greul / und bist doch nichts als lauter Heil.
Halleluja!

11) Ich aber, dein geringster Knecht, / ich sag es frei und mein es recht;
ich liebe dich, doch nicht so viel, / als ich dich gerne lieben will.
Halleluja!

12) Der Will ist da, die Kraft ist klein; / doch wird dir nicht zuwider sein
mein armes Herz, und was es kann, / wirst du in Gnaden nehmen an.
Halleluja!

13) Hast du doch selbst dich schwach gemacht, / erwähltest, was die Welt veracht’t;
warst arm und dürftig, nahmst vorlieb / da, wo der Mangel dich hintrieb.
Halleluja!

14) Du schliefst ja auf der Erden Schoß; / so war dein Kripplein auch nicht groß;
der Stall, das Heu, das dich umfing, / war alles schlecht und sehr gering.
Halleluja!

15) Darum so hab ich guten Mut: / Du wirst auch halten mich für gut.
O Jesulein, dein frommer Sinn / macht, dass ich so voll Trostes bin.
Halleluja!

16) Bin ich gleich sünd- und lastervoll, / hab ich gelebt nicht, wie ich soll,
ei, kommst du doch deswegen her, / dass sich der Sünder zu dir kehr.
Halleluja!

17) Hätt ich nicht auf mir Sündenschuld, / hätt ich kein Teil an deiner Huld;
vergeblich wärst du mir geborn, / wenn ich nicht wär in Gottes Zorn.
Halleluja!

18) So fass ich dich nun ohne Scheu, / du machst mich alles Jammers frei;
du trägst den Zorn, erwürgst den Tod, / verkehrst in Freud all Angst und Not.
Halleluja!

19) Du bist mein Haupt, hinwiederum / bin ich dein Glied und Eigentum
und will, so viel dein Geist mir gibt, / stets dienen dir, wie dir’s beliebt.
Halleluja!

20) Ich will dein Halleluja hier / mit Freuden singen für und für
und dort in deinem Ehrensaal / solls schallen ohne Zeit und Zahl.
Halleluja!

Neujahrs-Gesang

Nun lasst uns gehen und treten / mit Singen und mit Beten
zum Herrn, der unserm Leben / bis hierher Kraft gegeben.

2) Wir gehen dahin und wandern / von einem Jahr zum andern,
wir leben und gedeihen / vom alten bis zum neuen

3) durch so viel Angst und Plagen, / durch Zittern und durch Zagen,
durch Krieg und große Schrecken, / die alle Welt bedecken.

4) Denn wie von treuen Müttern / in schweren Ungewittern
die Kindlein hier auf Erden / mit Fleiß bewahret werden,

5) also auch und nicht minder / lässt Gott uns, seine Kinder,
wenn Not und Trübsal blitzen, / in seinem Schoße sitzen.

6) Ach Hüter unsres Lebens, / fürwahr, es ist vergebens
mit unserm Tun und Machen, / wo nicht dein Augen wachen.

7) Gelobet sei deine Treue, / die alle Morgen neue;
Lob sei den starken Händen, / die alles Herzleid wenden.

8) Lass ferner dich erbitten, / o Vater, und bleib mitten
in unserm Kreuz und Leiden / ein Brunnen unsrer Freuden.

9) Gib mir und allen denen, / die sich von Herzen sehnen
nach dir und deiner Hulde, / ein Herz, das sich gedulde.

10) Schließ zu die Jammerpforten / und lass an allen Orten
auf so viel Blutvergießen / die Freudentränen fließen.

11) Sprich deinen milden Segen / zu allen unsern Wegen,
lass Großen und auch Kleinen / die Gnadensonne scheinen.

12) Sei der Verlassnen Vater, / der Irrenden Berater,
der Unversorgten Gabe, / der Armen Gut und Habe.

13) Hilf gnädig allen Kranken, / gib fröhliche Gedanken
den hochbetrübten Seelen, / die sich mit Schwermut quälen.

14) Und endlich, was das meiste, / füll uns mit deinem Geiste,
der uns hier herrlich ziere / und dort zum Himmel führe.

15) Das alles wollst du geben, / o meines Lebens Leben,
mir und der Christen Schare / zum selgen neuen Jahre.

Neuere Liedkommentare

Auswahl bekannter Liedtexte von Paul Gerhardt

(mit Datum der Erstveröffentlichung):


(mit Datum der Erstveröffentlichung):

Gott Lob, nun ist erschollen (1653)

Herr, der du vormals hast dein Land (1653)

Ich bin ein Gast auf Erden (1666/67)

Ich danke dir mit Freuden (1667)

 
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